DETTINGER KULTURPARK

Johann Georg Dettinger gründete 1853 eine Handelsfirma für Müllereibedarfsartikel. Schon nach wenigen Jahren expandierte er und erstellte Fabrikationsgebäude für die Mühlsteinproduktion. Des Weiteren entstanden Lager-, Büro- und Arbeiterwohngebäude. Dettinger-Mühlsteine aus Plochingen wurden in ganz Europa verwendet. Für den Transport der Mühlsteine wurden Pferde eingesetzt, die in einem kleinen Pferdestall untergebracht waren. Dieser Pferdestall wurde vom Verein Initiative Mahlwerk restauriert und in ein Atelier umgewandelt.

1901 baute Dettinger neben seiner Fabrik eine Jugendstilvilla mit großem Park als „neues Zuhause“ für sich und seine Familie. Nach den 1950er-Jahren setzte mit der Technisierung des Mühlengewerbes der Niedergang der Mühlsteinfabrik ein. Der Rückgang des Bedarfs an Mühlsteinen veranlasste den Betrieb in den 1960er Jahren zum Umstieg auf die Produktion von Schleifscheiben. Leider war Dettinger einem hohen Konkurrenzdruck ausgeliefert und stellte Ende der 1980er die Produktion ein.

Im Jahr 1987 erwarb die Stadt Plochingen das Gelände der ehemaligen Mühlsteinfabrik Dettinger im Herzen der Stadt – mit Fabrikantenvilla und Gartenpark.

Die Produktionsgebäude aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert beherbergen zum Teil Fertigungsanlagen und Maschinen, die wertvolle Zeugen der Arbeitswelt dieser Zeit darstellen.

Wie auch die Jugendstilvilla und der Park mit altem Baumbestand stehen sie als kulturell wertvolles Ensemble unter Denkmalschutz. In einem Teil der Gebäude wurden Ateliers für bildende Künstler eingerichtet, andere bieten nun Platz für musiktreibende Vereine und für kulturelle Veranstaltungen.

Im ehemaligen Pferdestall hat die Initiative Mahlwerk jetzt ihr Domizil und Kunstatelier gefunden.

 

 

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Dettinger Park – Gestern und Heute